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    Lehrstuhl für Neurobiologie und Genetik

    FO 207/15-1 Die unterschiedliche Anpassung der in verschiedenen Breitengraden lebenden Drosophila Arten an ihre Umweltbedingungen

    Tiere, die in nördlichen Breitengraden leben, sind ausgeprägten jahreszeitlichen Änderungen ihrer Umwelt ausgesetzt. Im Sommer erfahren sie lange Tage und kurze Nächte mit moderaten Temperaturen, die die Fortpflanzung erlauben, während die kurzen Tage und niedrigen Temperaturen des Winters spezielle Anpassungen zum Überleben erfordern wie zum Beispiel Frostresistenz und eine Unterbrechung der Fortpflanzung.

    Im Gegensatz dazu erfahren Tiere, die nahe am Äquator leben, kaum jahreszeitliche Änderungen und Einschränkungen in der Fortpflanzung. Die circadiane Uhr im Gehirn ist dafür bekannt, Tag-Nacht Rhythmen in der Aktivität zu kontrollieren und zusätzlich eine interne Zeitreferenz für die Tageslängenmessung zu liefern. 

    Wir haben herausgefunden, dass sich die Tag-Nacht Rhythmen und die Neurochemie des Uhrnetzwerkes im Gehirn von Drosophila Arten, die an verschiedenen Breitengraden leben, signifikant voneinander unterscheiden und dass es eine kausale Beziehung zwischen beidem gibt. 

    Um die Evolution circadianer Uhren zu verstehen, planen wir das Uhrnetzwerk im Gehirn und das tägliche Aktivitätsmuster von weiteren Drosophila Arten zu untersuchen, die von verschiedenen Breitengraden stammen. Wir versprechen uns von den Untersuchungen verschiedener in unterschiedlichen Breitengraden lebenden Drosophila Arten zum Verständnis der Evolution innerer Uhren beizutragen.

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